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Der Name “Age of Empires“ lässt die Augen aller Computerspiel-Strategen
leuchten, denn die ersten beiden Teile dieser Reihe von Microsoft
sind zweifellos die Referenztitel im Strategie-Genre. Das im Jahre
2005 erschienene “Age of Empires 3“ enttäuschte jedoch auf ganzer
Linie, zu simpel und zu wenig herausfordernd war dieses Spiel
gestrickt. Dieser Tage schiebt Microsoft das Add-On (d.h. nur
spielbar, wenn man das Hauptspiel AoE 3 besitzt und installiert
hat) mit 15 neuen Missionen nach. Ob es besser ist als das missglückte
Hauptspiel muss sich erst noch zeigen. (Der Verfasser dieser Zeilen
ist schon eifrig am testen.)
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Die Handlung von AoE 3 führt uns (nach der Antike
im ersten, und dem Mittelalter im zweiten Teil) ins Zeitalter
der Eroberer und Pioniere in die Neue Welt. Waren die früheren
Teile noch historisch einigermaßen korrekt geraten, stößt
der Spieler hier durchaus mal in den Prärien des Westens
auf Forts der türkischen Armee.
Data Becker präsentiert nun die deutsche Variante des “Official
Game Guide“ von Anthony Brad, für das deutschsprachige Publikum
überarbeitet von Felix Buschbaum. Wenn man das Buch zur Hand
nimmt, merkt man gleich dass man es mitnichten nur mit einem schnöden
Lösungsbuch zu tun hat, der liebevoll gestaltete Band beeindruckt
mit gutem Papier und satten Farben.
Sämtliche spielbaren Zivilisationen, Armeen und
Heimatstädte werden mit all ihren (spielerischen) Stärken
und Schwächen genauestens vorgestellt, detaillierte Landkarten
runden den Strategieteil ab. Eine schicke Idee sind auch die ausführlichen
historischen und geographischen Hintergrundinformationen. Quasi
als angenehmen Nebeneffekt kann hier der Spieler gleich seine
Allgemeinbildung aufpolieren, sofern er es nötig hat.
Ein in Fankreisen (zu Recht) sehr umstrittenes neues Feature in
AoE 3 waren die so genannten “Heimatstädte“ mit Kartendecks,
die *seufz* ein wenig an “Yu-Gi-Oh!“
erinnern. Wie man seine verfügbaren Karten am besten ausspielt,
wird hier sehr ausführlich erläutert. Wie in der Realität
kann man einen Krieg nur dann gewinnen, wen man wirtschaftlich
stark ist – wenn man seine Arbeiter nicht effektiv einsetzt, wird
man das schnell mit einem “Game Over“ büßen. Auch hier
lässt einen das Kompendium nicht im Stich.
Ein Hauptspaß sind natürlich Multiplayer- und Onlinepartien,
in Anbetracht der Tatsache, dass der Computergegner extrem langweilig
geraten ist, dürften hier die Hauptstärken von AoE 3
liegen. Guten Tipps für die richtige Strategiewahl gegen
menschliche Gegner ist ein ganzes Kapitel gewidmet.
Fazit: Geübte Strategiespieler sollten
eigentlich bestens ohne Lösungsbuch auskommen, dieser sehr
sorgfältig erstellte Game Guide ist aber sicherlich in jedem
Falle eine gute Anschaffung und ein Schmuck fürs Bücherregal
mit Regelwerken. Mit den vielen –teilweise ganzseitigen- farbigen
Grafiken und dem “Atlas“ haben wir es fast schon mit einem “Age
of Empires“- Artbook zu tun.
Stefan Meduna
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