Viele
Science-Fiction-Filme der 50er und 60er Jahre waren billig zusammengeschusterter
Schund und wurden den dazu erstellten phantasievollen Plakaten nur
sehr selten gerecht. Ausnahmen wie “Metaluna 4 antwortet nicht“
oder “Alarm im Weltall“
bestätigen die Regel. Für fröhlichen Trash wie “Das
Ding aus einer anderen Welt“ oder “Gesandter des Grauen“
spricht zudem noch, dass in ihnen damalige Ängste (etwa vor der
Atombombe oder einer Weltrevolution) verarbeitet und packend bebildert
wurden.
Unter
dem Motto “Alien Nation“ haben zwölf meist aus
England und den USA stammende Künstler aktuelle Varianten zu
klassischen Invasions- oder Monsterfilmen gemalt oder gebastelt.
Da diese Resultate anscheinend nur mäßig spektakulär
ausgefallen sind, konzentriert sich der (englischsprachige) Katalog
zu der in London, Manchester und Norwich gezeigten Ausstellung eher
auf die Inspirationsobjekte.
Das
Buch besticht durch großformatige
farbenfrohe Abbildungen von teilweise sehr ungewöhnlichen Plakaten
zu Filmen wie “Der Tag an dem die Erde still stand“
oder der englischen “Quartermass“-Serie und einer kommentierten
Filmografie hierzu. Wer ein paar nicht weiter störende und
meist eher dilettantisch erscheinende Selbstverwirklichungsversuche
unter dem Motto “Wir basteln uns einen Alien aus Christbaumschmuck“
im Mittelteil des Kataloges in Kauf nimmt, hält ansonsten einen
hochinteressanten Bildband über den klassischen Science-Fiction-Film
in den Händen.
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