|
Teddy
hat’s nicht leicht: neben den üblichen Problemen eines Teenagers
mitten in der Pubertät steckt seine Familie auch in einer schweren
finanziellen Krise. Deshalb muss sein Vater in einem anderen Bundesstaat
arbeiten und das Haus der Familie steht zum Verkauf. Eines Tages
kommt es zur Katastrophe: beim Herumspielen mit Teds Gewehr wird
der Bruder seines Freundes durch einen Schuss getötet. Obwohl
Teddy nicht der Schütze war, wird er von schweren Schuldgefühlen
geplagt, denn er war es, der das Gewehr verbotenerweise geladen
hatte. Dieses Detail verschweigt er den ermittelnden Beamten wohlweislich.
Seinem eigenen Gewissen aber kann er nicht so leicht entkommen...
|
|
| 
|
|
|
|
Auch in der Schule wird Ted mehr und mehr zum Außenseiter, und so verwundert es nicht dass er in schlechte Kreise gerät. Er schließt sich einer brutalen Jugendgang mit dem Namen “American Youth“ an. Für die angebliche Verteidigung eines wahren Amerika schreckt die Bande vor nichts zurück. Ted ist immer mehr gefangen in einer Spirale der Gewalt, die kein Ende zu nehmen scheint.
Phil Lamarche (*1976) präsentiert mit “American Youth“ seinen vielversprechenden Debutroman. Seine Kurzgeschichte “In the Tradition of my family“ wurde bereits verfilmt.
Fazit: Tiefe Einblicke in den ganz alltäglichen Wahnsinn eines
Amerika, in dem man schwere Feuerwaffen offenbar wie Kaugummi
käuflich erwerben kann und deren Besitz als elementares Bürgerrecht
gilt. Aus Massakern wie in Columbine und Virginia scheint man
jedenfalls nicht allzu viel gelernt zu haben. Lamarches eher schlichter
Stil wird dem ernsten Thema nicht ganz gerecht, letzten Endes
wirkt "American Youth“ über weite Strecken wie ein Jugendbuch.
Dennoch ein spannend erzählter Roman über die seelischen Nöte
eines Jungen auf dem Weg zum Mann und ein verstörendes Portrait
der USA der Gegenwart, in deren Großstädten Gewalt und brutale
Bandenkriege an der traurigen Tagesordnung sind .
Dieses
BUCH bei AMAZON bestellen, hier anklicken
|