| |
 |
|
 |
|
|
 |
|
 |
 |
Wichtige
Ergänzung zum Film
|
|
| Autor: |
Frank
McCourt |
| Titel: |
Die
Asche meiner Mutter - Der autobiographische Roman |
| Originaltitel: |
Angela´s
Ashes |
| Umfang: |
539
Seiten |
| Format: |
Taschenbuch |
| Preis: |
EUR
10,- |
| Verlag: |
Luchterhand |
| ISBN: |
3442723078 |
Der Roman
"Die Asche meiner Mutter" zeichnet sich durch das völlige
Fehlen von Larmoyanz aus. Wäre dieser Roman von einem Deutschen
geschrieben worden, dann hätte sich der Autor über sein
bitteres Los wahrscheinlich ebenso bitterlich beklagt. Nicht so Frank
McCourt. Selbst in den trostlosesten Situationen seines Kinderlebens
im irischen Limmerick der Vorkriegszeit findet sich immer die Spur
von Galgenhumor (sofern man das bei einem Kind schon so nennen kann),
die ihm die seelische Nahrung zum Weiterleben gibt. .
| |
 |
|
| |
Das ist
etwas, was die Verfilmung dieser
Autobiographie möglicherweise nicht ganz bieten kann: Das er-lesene
Spüren von Erfahrungen. Filmbilder und -dialoge verlieren nach eineinhalb
Stunden meist sehr schnell an Nachhaltigkeit, da sie in unserer visuellen
Welt rasch durch andere Bilder verdrängt werden. Was bedeutet es zum
Beispiel für ein Kind, nur eine Kartoffel am Tag zu essen zu bekommen,
weil der Vater wieder einmal den ganzen Wochenlohn in einer Nacht
vertrunken hat? Textpassagen wie diese "brennt" einem der
Roman ins Gemüt. Nach der Lektüre wagt man es eigentlich nicht mehr,
mit dem eigenen Schicksal zu hadern. Wie kleinkariert sind doch eigentlich
unsere Probleme gegen die von Frank McCourt beschriebenen. Wer seine
Erfahrungen vertiefen will, sollte also nicht nur den Film ansehen,
sondern sich gerade auch den Roman im wahrsten Sinne des Wortes zu
Gemüte führen.
Zur Übersetzung: Man soll an Denkmälern wie Harry Rowohlt
zwar nicht kratzen (der Mann ist mir bei anderen Büchern hoch
und heilig), aber in diesem Fall trotzdem ein paar Worte zu seiner
"meisterhaften" ( Zitat Klappentext ) Übersetzung:
Diese ist nämlich in manchen Passagen nicht ganz so meisterhaft.
Eine Vielzahl der im Roman vorkommenden Gedichte aus dem anglo-irischen
Literaturschatz holpern und stolpern in Rowohlts Worten durch den
Roman. Es ist klar, dass Gedichte von Autoren wie z. B. Edward Lear
nicht leicht zu übersetzen sind, aber warum wurde dann nicht
einfach eine der bereits existierenden Eindeutschungen, etwa die von
Hans Magnus Enzensberger, übernommen? Traute sich da das Lektorat
nicht, sich gegen Harry Rowohlt durchzusetzen?
[gn]
Dieses
BUCH bei AMAZON bestellen, hier anklicken
"Die
Asche meiner Mutter" als DVD bei AMAZON als DVD bestellen, hier
anklicken |
zurück top Mehr
zum Film
|
 |
|
 |
|
|