Das oscarnominierte
indische Filmmeisterwerk “Lagaan“
lief in deutschen Kinos lediglich in einer untertitelten Originalfassung
(und erschien auch so auf DVD). Doch seit dem 19. November 2004 ist
alles anders. Der Sender RTL 2 strahlte eine leicht gekürzte
(aber immer noch dreistündige!) Fassung des Filmes “In
guten wie in schweren Tagen“ aus, erreichte knapp 2 Millionen
Zuschauer und künftig war “Bollywood“ auch bei uns
ein Begriff.
Plötzlich
tauchten indische Filmepen in den DVD-Charts der Elektrogroßmärkte
auf. Eigene Bollywood-Nischen wurden eingerichtet um der ungebremsten
Nachfrage an schmalzig-bunten Filmen voller Gesang und Tanz nachzukommen.
Das vorliegende großformatige durchgehend grell bebilderte Buch
liefert Biografien von zwölf aktuellen Stars des Bollywood-Kinos
und stellt die zwanzig besten indischen Filme der letzten Jahre kurz
vor.
Interessanter sind aber noch die kleinen Zugaben die Christian Lukas
liefert. In Infoboxen wie “Warum wird in Bollywood-Filmen getanzt
und gesungen“ oder “Warum sind Bollywoodfilme eigentlich
so lang“ gibt es kurze fundierte Einblicke in die Geschichte
des indischen Kinos. Ferner sind noch zwei Poster, Rezepte für
“Indisches Konfekt“ und “Bollywood Curry“
sowie einen Ausblick auf aktuelle Kinohits enthalten. Insgesamt also
ein äußerst bunt zusammen gewürfeltes Buch, das schon
dadurch seinem Thema gerecht wird.