Dies Buch
erschien bereits 2001 unter dem Titel “Weit draußen. Geschichten
aus Wyoming“. Doch da die letzte der insgesamt elf Short Stories
mittlerweile von Hollywood
verfilmt und heißer Oscar-Favorit ist, konnte natürliche
eine Neuauflage unter dem Titel “Brokeback Mountain“ nicht
ausbleiben.
Eine sehr
sinnvolle Ergänzung ist das Essay “Verfilmt werden“,
das auch interessante Informationen über die Entstehung der Kurzgeschichte
“Brookeback Mountain“ enthält. Annie Proulx weist
dabei darauf hin, dass es nicht einfach die “Geschichte zweier
schwuler Cowboys“ sei. Die Hauptfiguren sind lediglich Landarbeiter
und haben es nie zum Cowboy gebracht. Wichtiger ist aber noch das
Hauptthema der Geschichte die “destruktive ländliche Schwulenfeindlichkeit“,
die dazu geführt hat, dass “Wyoming die höchste Selbstmordrate
der gesamten Vereinigten Staaten hat und dass den Hauptanteil dieser
Selbstmörder ältere allein stehende Männer ausmachen.“
(siehe hierzu auchden TV-Film "The
Laramie Project").
Kurzgeschichte und Essay sind somit eine mehr als sinnvolle Ergänzung
zum Kinofilm. Doch auch die anderen Geschichten von Annie Proulx bestechen,
wie es John Updike treffend beschreibt durch ihren “schlichten
und lakonischen Country-Sound“.