Deutschland
1945: Im Lager Dachau findet sich unter den Insassen ein Mann, der
sein Gedächtnis und damit jede Erinnerung über seine Herkunft oder
seine Vergangenheit verloren hat – oder dies zumindest vorgibt. Mit
dem Staatenlosen-Pass Nr. 304596 wird der Mann entlassen, der sich
fortan "Le Chiffre“ nennt ("da ich nur die Nummer in einem
Pass bin“).
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Zu
diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand, dass Le Chiffre einer der gefürchtetsten
Agenten von SMERSCH werden sollte, der gefährlichsten Geheimdienstorganisation
der UdSSR.
So weit die Informationen, die dem britischen Secret Service vorliegen.
Nun aber scheint die Gelegenheit gekommen, diesen Feind auszuschalten:
Um seinen ausschweifenden Lebenswandel zu finanzieren, hat Le Chiffre
tief in die Kriegskasse der Genossen gegriffen. Ihm ist nur zu klar,
dass das trotz seiner Verdienste um den Realsozialismus seinen Tod
bedeutet. Die letzte Chance, um die Millionenverluste wettzumachen,
ist für ihn das Spiel im Casino des französischen Badeörtchens
Royale. Hier kommt der Secret Service ins Spiel: anstelle ihn mit
einer Liquidation zum Märtyrer zu machen, beschließt
man, Le Chiffre der Lächerlichkeit preiszugeben – mit
dem angenehmen Nebeneffekt, dass gleichzeitig seine kommunistische
Gewerkschaft, deren Gelder er unterschlagen hat, bankrott geht.
Damit Le Chiffre das Spiel um sein Leben ganz sicher verliert, setzt
der Secret Service seinen besten Mann ein: James Bond.
Bonds Eintreffen in Royale steht unter keinem guten Stern: ein Bombenanschlag
zeigt ihm nur zu deutlich, dass seine Geheimmission alles andere
als geheim ist. Und Le Chiffre zu unterschätzen, war ohnehin
ein schwerer Fehler: Bond fällt seinen Schergen in die Hände
und wird grausam gefoltert.
Nur knapp mit dem Leben davongekommen, zieht Bond Bilanz über
selbiges: macht seine Arbeit wirklich Sinn? Doch Bonds Träume
von einer Rückkehr in ein normales Leben an der Seite seiner
schönen Kollegin Vesper Lynd werden brutal von der Realität
eingeholt. Bond muss erkennen: es gibt kein zurück...
Fazit:
Ein zeitlos spannender Agententhriller der Extraklasse! “Casino
Royale“ erschien 1953 als erster Roman um den Top-Agenten James
Bond aus der Feder von Ian Fleming, der neben seinen Thrillern auch
durch seine Kinderbücher (“Tschitti
Tschitti Bäng Bäng“) bekannt wurde. Nachdem bereits 1954 ein
TV-Film entstand, hat es bis 2006 gedauert, bis dieser erste Bond-Roman
fürs Kino, erstmals mit Daniel Craig in der Hauptrolle, verfilmt
wurde (die Bond-Parodie “Casino
Royale“ von 1967 mit David Niven hatte außer dem Titel nichts
mit dem Buch gemein). Wir sind gespannt!
Stefan
Meduna
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