Wer einen
umfassenden Eindruck von der 1911 von Wassily Kandinsky und Franz
Marc gegründeten Künstlergemeinschaft "Der Blaue Reiter"
bekommen möchte, dem sei ein Besuch im Münchner Lenbachhaus empfohlen.
Es kann jedoch auch das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen besucht
werden. Dort existiert ebenfalls eine bedeutende "Blaue Reiter"-Sammlung
und 2004 gab es dort auch noch die Ausstellung "Die Befreiung
der Farbe".
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Erstmals
wurden die Werke von insgesamt 13 Künstlerinnen und Künstlern thematisch
gegliedert ausgestellt. Hierzu wurden 10 Unterabteilungen wie "Künstlerporträts",
"Tierbilder" oder "Abstrakte Bildwelten" definiert.
Außerdem wurden auch Werke aufgenommen, die nach der "Kernzeit"
(bis 1914) entstanden sind und Künstler aus dem Umfeld des "Blauen
Reiters" wie der Komponist Arnold Schönberg wurden ebenfalls
berücksichtigt.
Der genau wie die Ausstellung gegliederte Katalog untermauert die
These des Herausgebers und Ausstellungsleiters Richard W. Gassen,
dass die lockere Künstlervereinigung nach "primär über die
Farbe definierter Kunst" strebte. Dabei wurde weniger auf "starke
Farbkontraste und bewusste Deformation der Körper" gesetzt,
sondern nuancierte Farben wurden in "geschmeidig-sanfte Lineaturen"
eingebunden.
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