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Die
Wilden Fußball-Kerle sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe. Nicht nur
von ihrem ballspielerischen Können her, sondern auch von ihrer sozialen
Herkunft. Aber egal ob reiche oder arme Eltern, König Fußball eint alle.
Außerdem stehen die Osterferien vor der Tür. Was kann es da schöneres für
Kicker-Jungs geben, als 14 Tage auf dem Bolzplatz zu verbringen, und nur
noch zum Essen fassen und pennen bei den Eltern aufzukreuzen. Nur der
Wettergott spielt zuerst nicht mit. Der Bolzplatz eine einzige Matschpiste.
Als die Sonne dann doch auf der Seite der Jungs ist, kreuzt der dicke Michi
mit seiner Schlägertruppe auf, beansprucht den Platz für sich. Das kann
natürlich nicht hingenommen werden. Und schon ist man als Jugendlicher in
der schönsten Abenteuergeschichte zum Thema "Der Ball und die Welt
sind rund". Die dicken Michis und seine Mannschaft "Die
unbesiegbaren Sieger" mögen zwar älter und größer sein, aber
unbesiegbar sind sie nicht.
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Dem
Autor Joachim Masannek ist mit seiner Reihe "Die Wilden
Fußballkerle" 2002 ein Überraschungserfolg auf dem Buchmarkt gelungen,
der jetzt seine Fortsetzung im Kino findet. Für die Filmstory wurden die
ersten drei Bände der Reihe zusammengefasst - "Leon, der
Slalomdribbler", "Felix der Wirbelwind" und "Vanessa
die Unerschrockene" - die jetzt zeitgleich bei DTV als Taschenbücher
neu aufgelegt wurden. Autor Masannek arbeitete nach seinem Studium an der
Münchner Filmhochschule als Kameramann und Drehbuchautor für diverse Film-
und TV-Produktionen. Mit der Verfilmung seiner Bücher liefert er sein
Regiedebüt ab. Seit 5 Jahren "arbeitet" er in seiner Freizeit
auch noch als Fußballtrainer, und zwar mit den echten "Wilden
Kerlen", einer Kinderfußballmannschaft in München/Grünwald.
Bei der Verfilmung mit dabei: Rufus Beck als Trainer Willi und
Uwe Ochsenknecht als Vater - im Leben wie im Film. Denn Ochsenknechts
Söhne Jimi und Wilson spielen die Figuren Leon und Marlon von
den Wilden Kerlen, die in der Grünwalder Originalmannschaft Joachim
Masanneks Söhnen entsprechen. Einzige Auffälligkeit - die Münchner
Samfilm traute dem Titel "Die Wilden FUSSBALL-Kerle irgendwie
dann doch nicht richtig. Der Film kommt strohtrocken und ehe nichtssagend
als "Die Wilden Kerle" ins Kino. Rote
Karte für Samfilm. Wo ein Fußball drin ist (siehe auch "Das Wunder von Bern"),
sollte auch Fußball draufstehen.
G. N.
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