Wer den
Namen John Cleese hört, denkt unweigerlich an "Monty Pythons
Flying Circus", an das Ministerium für seltsame Gangarten und
an einen "Fisch namens Wanda". Doch Cleese betreibt zum
Entsetzten der anderen Pythons bereits seit 1972 eine Firma für Buisiness-Trainings
auf Videokassetten und war daher ganz bestimmt nicht die letzte Wahl
als die BBC eine Serie über die sechs Milliarden verschiedenen Gesichter
unserer Erde.
Das zugehörige
großformatige Begleitbuch scheint nun in erster Linie eine Ansammlung von
Charakterköpfen zu sein, zu denen sich gelegentlich auch John Cleese gesellt.
Es wird nun natürlich nicht versucht Gesichter zu vermessen und zu
klassifizieren, wie es die Nazis versuchten. Dafür ist Adolf Hitler mit seinen
kontrollierten und einstudierten Gefühlsausbrüchen auch einmal ganz kurz Teil
dieses Werkes.
So richtige gewaltige Neuerkenntnisse
vermittelt dies Buch insgesamt nicht gerade. Auch die Frage ob wir alle auch
im Laufe unseres Lebens dann mit 40 Jahren schließlich das Gesicht bekommen,
dass wir verdient haben, mutet etwas seltsam an. Tipps um ein besseres Gesicht
zu bekommen gibt es auch keine. So entsteht insgesamt ein wenig der Eindruck
es müsse unbedingt ein halbwegs nachvollziehbarer Grund gefunden werden um
einen Prachtband mit Porträtaufnahmen zu rechtfertigen.