Das echte Leben ist kein Musical. Aber ohne das weltbekannte Musical wäre die Lebensgeschichte von Anna Leonowens wahrscheinlich schon längst vergessen. Dabei hat sie eigentlich die Geschichte des Landes Siam, dem heutigen Thailand mitbeeinflusst, und darüber zwei Bücher geschrieben. Diese Werke dienten für die Schriftstellerin Margret Landon als Grundlage um 1943 das interessante Leben der Anna Leonowens 1943 in Romanform zu erzählen.
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Ein
Teil der Geschichte ist aus dem Musical oder dem Film
mit Jodie Foster bekannt bekannt. Der vorliegende Roman geht
jedoch sehr viel weiter und erzählt Annas Leben seit ihrer Geburt
in Wales 1834. Erst 1862 kommt sie als junge Witwe mit ihrem Sohn
an den königlichen Hof von Siam, und wird dort Erzieherin der reichen
Kinderschar des Königs. Heute wäre das für eine Frau eigentlich
keine Besonderheit, doch für die damaligen Verhältnisse war es ein
absolutes Novum.
Anna "erzieht" die Kinder des Königs zunächst gegen den
Willen des Königs im Geiste der Freiheit. 1867 verlässt sie Siam
und kehrt nie wieder dorthin zurück. Chulalongkorn, einer ihrer
gelehrigsten Schüler, wird später König. Er revolutioniert das siamesische
Staatswesen von Grund auf und schafft u. a. die Leibeigenschaft
ab. Mit ihm trifft sich Anna 1897 noch einmal in London. Sie ist
mit ihrem Schüler sehr zufrieden. In der Flut der gegenwärtigen
Historien-Schmonzetten ist dieser Roman die reine Lese-Wohltat.
Nicht nur weil er auf wahren Begebenheiten beruht.
[gn]
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