Ein über
500 Seiten dicker Wälzer über Lex Barker, haben wir da wirklich drauf
gewartet? Eigentlich eher nicht, zumal es ja schon mindestens zwei
deutschsprachige Publikationen über den Darsteller des "Old
Shatterhand" existieren. Doch die Autoren des Buches sind
nicht nur an Lex Barkers schon mehr als ausgiebig dokumentierten Auftritten
in Karl May Filmen interessiert. Sie nutzen den gewaltigen Umfang
des querformatigen Buches zu spannenden Exkursen in gänzlich verschiedene
Filmwelten.
So wird
auch sehr umfangreich über Barkers Einsatz als Tarzan berichtet. 1949
trat er die Nachfolge von Johnny
Weissmuller an und drehte bis 1953 fünf Filme in denen er den
König des Dschungels verkörperte. Ebenfalls recht interessant sind
Barkers Auftritte in schnell produzierten italienischen Monumentalfilmen
mit lustigen Titeln wie "Die Vergeltung des roten Kosaren",
die ihn immerhin für eine Rolle in Fellinis "La Dolce Vita"
qualifizierten. Doch diese Perle der Filmkunst blieb die Ausnahme.
Insgesamt hatte Barker kein großes Interesse an schauspielerischen
Herausforderungen und spielte am liebsten sich selbst.