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Die
Gottestänzerin
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| Autor: |
Cornelia
Canady |
| Titel: |
Die
Gottestänzerin - Mein Leben bei den Pygmäen |
| Originaltitel: |
- |
| Umfang: |
280
Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen |
| Format: |
Hardcover |
| Preis: |
EUR
19,50 |
| Verlag: |
Heyne |
| ISBN: |
3-453-21170-7 |
| Website: |
www.heyne.de
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1990 erhält
Cornelia Canady als Mitarbeiterin des Münchner Max-Planck-Institutes von ihrem
Chef dem bekannten Verhaltensforscher Dr. Eibl-Eibesfeldt das Angebot an einer
Expedition zu den Bayaka-Pygmäen in der Zentralafrikanischen Republik
teilzunehmen. Diese Pygmäen haben nach dem Stand der immer weiter
fortschreitenden Regenwaldrodungen keinerlei Überlebenschance mehr. Dies ist
leider eine Tatsache die die Autorin dann doch widerwillig an dem Projekt
teilnehmen lässt.
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In der Steinzeit-Welt der nomadisierenden
Pygmäen fühlt sie sich nämlich zuerst sichtlich unwohl. Lebende Baummaden
waren bis dahin noch nicht auf ihrem Speiseplan, obwohl man annehmen kann,
dass eine Münchner Weißwurscht auf einen Pygmäen sicher zumindest optisch
die gleiche Wirkung hätte. Von Blutsaugern zerstochen und Malaria-Schüben
gepeinigt träumt sie von ihrem ruhigen Job im Münchner Archiv des Institutes
und gelegentlich auch mal von einer großen Maß Augustiner Hell.
Doch immer mehr ziehen sie die kleinen Menschen des Urwaldes, die
"Gottestänzer" wie sie sich selbst nennen, in ihren Bann und sie
bleibt. Schnell wird ihr klar, dass ihre neuen Freunde Hilfe von außen
brauchen, um ihre Weiterexistenz in den Urwäldern zu sichern. Sie bricht nach
einiger Zeit alle Zelte in Deutschland ab, und initiiert zusammen mit dem WWF
und der UNO verschiedene Hilfsprojekte, um den Pygmäen eine neue
Lebensgrundlage zu schaffen. Am 16. August 2001 ist mit all ihren positiven
Bemühungen Schluss. Der grausame Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen
Republik zerstört alles bis dahin Erreichte und Cornelia Canady muss wieder
nach München zurückkehren.
Claudia Canadys Bericht liest sich mit einer positiven Heiterkeit, manchmal
muss man sogar lauthals lachen, trotzdem bleibt die Problematik bestehen.
Letztendlich geht es nicht nur um die Pygmäen, sondern um uns alle. Wenn es
keine Regenwälder mehr auf unserem Planeten gibt, wird sich das Weltklima
derart drastisch verändern, dass auch wir westlichen Dekadenzler keine
Lebensgrundlage mehr haben werden. Die ersten Anzeichen dafür sind bereits
da. Man kann der Autorin nur von ganzem Herzen wünschen, dass sie möglichst
bald wieder zu den Bayaka zurückkehren kann, um ihre Arbeit fortzusetzen.
G. N.
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