Auch diesmal
hat es genau wie schon bei “Asterix
und Latraviata“ wieder 4 1/2 Jahre gedauert, bis Uderzo ein neues
Abenteuer mit den unbeugsamen Galliern fertig gestellt hat.
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Mit
Entsetzten war in Comic-Insiderkreise trotz aller Geheimhaltung
schon vorab zu vernehmen, dass Gallien diesmal von Außerirdischen
bedroht wird. Ganz im Gegensatz zu Goscinny hatte Albert Uderzo
in seinen selbst getexteten “Asterix“-Alben nie so recht verstanden
wie viel Fantasy-Elemente die Saga verkraftet. Am weitesten ging
er (vor “Gallien in Gefahr“) in “Obelix
auf Kreuzfahrt“. Hier landen die Gallier in Atlantis und treffen
auf kitschig gezeichnete Kinder, die Zentaurenkörper haben
oder auf Kühen durch die Luft schweben.
Jetzt treibt es Uderzo noch
eine Spur doller und lässt einen lila Alien im Micky-Maus-Look begleitet
von Schwarzenegger-Klonen in Superman-Kostümen in Gallien landen.
Anscheinend interessiert der Zaubertrank von Miraculix das ganze
Universum. Es kommt zu zahlreichen actionreichen Verwicklungen aber
zu kaum einem gelungenen Gag. Da ist schon zu verstehen, dass im
Vorfelde selbst auf einer pompösen Präsentation in Brüssel totale
Funkstille über den Inhalt des neuen Asterix-Alben herrschte.
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Es erscheint
völlig unverständlich, warum Uderzo, dessen Comics ja ohnehin
vollautomatisch die Bestsellerlisten stürmen, unbedingt und völlig
unpassend Manga- und Superhelden-Versatzstücke bei “Asterix“
platziert. Eine Anbiederung bei den Fans von japanischen Comics oder
US-Heften hat gerade er nicht nötig. Eine Erklärung wären
vielleicht, dass die pseudo-pompöse Geschichte es Uderzo erlaubt
extrem großformatige Panels von Raumschiffen einzusetzen, die
sich leichter und schneller zeichnen lassen als die kleinen Wimmelbilder
mit der Dorfgemeinschaft. Doch dabei sind es doch gerade diese liebenswerten
und streitsüchtigen Dickköpfe, die das Salz in der “Asterix“-Suppe
sind. Es ist zu hoffen, dass auch Uderzo endlich herausfindet wo bei
Asterix der Hammer hängt und sich endlich einmal auf die eigentlichen
Stärken des (auch durch dieses Alben) nicht zu zerstörenden
Mythos besinnt.
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