Basel
im Jahre 1349: Mit der Pest naht eine reale gefährliche Bedrohung,
aber die Stadtbewohner haben nichts Besseres zu tun als Pogrome
gegen die jüdische Bevölkerung durchzuführen. Inmitten dieser explosiven
Situation stehen die höchst unterschiedlichen Söhne der beiden Basler
Bürgermeister, die beide in Judith, die Tochter des reichen jüdischen
Geldverleihers verliebt sind...
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Diese
Geschichte wurde mulimedial zeitgleich zu einem Roman (“Die Todgeweihte“
von Titus Müller), einem Musical (“Basileia“ ab 17. Oktober
2006 im Basler Volkshaus) und einem Comic verarbeitet. Die in leuchtenden
Farben kolorierten Zeichnungen von Roloff (alias Rolf Meier) können
dabei qualitativ durchaus überzeugen. Nicht so gelungen ist
die Konzeption des großformatigen Comicalbums. Den Anfang
bildet eine “Wer ist wer?“-Seite, die alle wichtigen Protagonisten
sehr ausführlich vorstellt. Dies und abschließenden Anmerkungen
sind leider, denn innerhalb der Geschichte werden die Figuren nur
sehr unzureichend eingeführt und der Leser sieht sich oftmals
gezwungen nachzulesen, wen er gerade vor sich hat.
Ein weiteres Problem sind großformatigen Panels, die oftmals
etwas leer wirken, und die Sprechblasen, die oftmals etwas zu prall
mit umständlichen Texten gefüllt wurden, die eher ablenken
(“…zumal es mit der Keuschheit der minniglichen Rittersprösslinge
dieser Tage nicht mehr weit her zu sein schein“) und weniger dabei
helfen eine Geschichte zu erzählen. Nicht so richtig einleuchten
will dann noch die Sache mit den gelegentlich als Kommentatoren
auftretenden Steinfiguren Basileia und Basil, die für das Gute
und Böse stehen. Insgesamt ist im Comic “Basileia“ die durchaus
spannende und interessante Geschichte eher zu erahnen als zu erleben,
was in Anbetracht der oft durchaus prächtigen Zeichnungen etwas
schade ist.
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