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Noch nicht voll ausgefuchst

 

 
Titel: Fix & Foxi
Text: diverse
Zeichnungen/Inking/Farben: diverse
Umfang: 65 Seiten
Format: Heft/ farbig
Preis: EUR 1,80
Verlag: Tiger Press
Website: www.kauka.de



1994 ließ Rolf Kauka die Produktion der "Fix und Foxi"-Hefte einstellen, weil er mit dem an "Bravo" orientierten redaktionellen Umfeld, in dem seine Comics präsentiert wurden, nicht mehr einverstanden war. Die seit 1953 (hier geht´s zur COMIC-Besprechung vom "Fix und Foxi-Jubiläumsband) bestehende Zeitschrift stand mit einer Auflage von bis zu 400.000 Hefte wöchentlich im Konkurrenzkampf mit der "Micky Maus". Nun ist es wieder so weit und Rolf Kaukas Füchse kehren mit Untersützung von Alexandra Kauka an die Kioske zurück.

    

Eine erste Geschichte vom neuen “Fix und Foxi“-Zeichnerteam um Lutz Mathesdorf wurde bereits im 11. Band der Bild-Comic-Bibliothek veröffentlicht. Die neuen Zeichner hatten die Nebenfiguren (darunter Karikaturen von TV-Promis namens Gunter Bauch, Jürgen Viellaber, Tom Teufelernst und Stefano Kräh) deutlich besser im Griff als die etwas unsicher modernisierten Hauptfiguren. Doch insgesamt machte die Geschichte durchaus Spaß. Dies gilt nur noch bedingt für die Story um amoklaufende Kühlschränke, die das neue Heft eröffnet. Außerdem ist als “Rolf Kauka Classics“ noch der Nachdruck einer neu kolorierten Lupo-Geschichte aus den 70er Jahren enthalten. Den Mittelteil des Heftes besteht aus einem Magazinteil mit “praktischen Wissen“ an dem auch Wigald Boning mitarbeitet und als Gimmick liegt eine 3-D-Brille bei.

So weit so gar nicht einmal so schlecht. Doch "Fix und Foxi" feierten seinerzeit aber auch große Erfolge, weil dort ein deutsches Comicpublikum erstmals "Lucky Luke", "Die Schlümpfe" und "Gaston" (allerdings unter dem Namen "Jojo") kennen lernte. Auch heute noch erscheint erstklassiges Comicmaterial für Kinder in Frankreich und Belgien, das hier noch gänzlich unbekannt ist. Doch “Fix & Foxi“ setzt stattdessen auf ziemlich gruselig ausgefallene Comic-Eigenproduktionen. Der Frosch “Leap & seine Freunde“ wären in einem Fanzine besser aufgehoben gewesen und die Serie “Die Wahrheit über die weltbesten Fußballer“ (“Heute: Rinaldo!!!“) ist auch nicht sonderlich spaßig. Es ist zu hoffen, dass hier bald besseres (Lizenz-) Material zum Abdruck kommt.

    

Bereits 2000 versuchte der Ehapa Verlag, der zuvor nicht sonderlich erfolgreich eine an die "Barks Library" angelehnte Albumreihe mit "Rolf Kauka Classics" veröffentlichte, einen Neustart von “Fix & Foxi“ (siehe Abbildung). Doch die Traditionsserie wurde nach bereits zwei Ausgaben wieder eingestellt, obwohl mit Figuren bei McDonalds und ähnlichen Werbeaktionen durchaus gepowert wurde. Naja, so ist es halt, wenn die blöden Kunden nicht sofort 70.000 Exemplare kaufen. Es ist zu hoffen, dass der aktuelle Neustart, der erstmal monatlich ein Heft vorsieht, erfolgreicher verläuft.

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