1994 ließ Rolf Kauka die Produktion
der "Fix und Foxi"-Hefte einstellen, weil er mit dem an
"Bravo" orientierten redaktionellen Umfeld, in dem seine
Comics präsentiert wurden, nicht mehr einverstanden war. Die seit
1953 (hier geht´s zur COMIC-Besprechung
vom "Fix und Foxi-Jubiläumsband) bestehende Zeitschrift
stand mit einer Auflage von bis zu 400.000 Hefte wöchentlich im
Konkurrenzkampf mit der "Micky Maus". Nun ist es wieder
so weit und Rolf Kaukas Füchse kehren mit Untersützung von
Alexandra Kauka an die Kioske zurück.
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Eine erste Geschichte vom neuen
“Fix und Foxi“-Zeichnerteam um Lutz Mathesdorf wurde bereits im
11. Band der Bild-Comic-Bibliothek
veröffentlicht. Die neuen Zeichner hatten die Nebenfiguren
(darunter Karikaturen von TV-Promis namens Gunter Bauch, Jürgen
Viellaber, Tom Teufelernst und Stefano Kräh) deutlich besser
im Griff als die etwas unsicher modernisierten Hauptfiguren. Doch
insgesamt machte die Geschichte durchaus Spaß. Dies gilt nur
noch bedingt für die Story um amoklaufende Kühlschränke,
die das neue Heft eröffnet. Außerdem ist als “Rolf Kauka
Classics“ noch der Nachdruck einer neu kolorierten Lupo-Geschichte
aus den 70er Jahren enthalten. Den Mittelteil des Heftes besteht
aus einem Magazinteil mit “praktischen Wissen“ an dem auch Wigald
Boning mitarbeitet und als Gimmick liegt eine 3-D-Brille bei.
So weit so gar nicht einmal so schlecht.
Doch "Fix und Foxi" feierten seinerzeit aber auch große
Erfolge, weil dort ein deutsches Comicpublikum erstmals "Lucky
Luke", "Die Schlümpfe" und "Gaston"
(allerdings unter dem Namen "Jojo") kennen lernte. Auch
heute noch erscheint erstklassiges Comicmaterial für Kinder
in Frankreich und Belgien, das hier noch gänzlich unbekannt
ist. Doch “Fix & Foxi“ setzt stattdessen auf ziemlich gruselig
ausgefallene Comic-Eigenproduktionen. Der Frosch “Leap & seine
Freunde“ wären in einem Fanzine besser aufgehoben gewesen und
die Serie “Die Wahrheit über die weltbesten Fußballer“
(“Heute: Rinaldo!!!“) ist auch nicht sonderlich spaßig. Es
ist zu hoffen, dass hier bald besseres (Lizenz-) Material zum Abdruck
kommt.
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Bereits 2000 versuchte der Ehapa
Verlag, der zuvor nicht sonderlich erfolgreich eine an die "Barks
Library" angelehnte Albumreihe mit "Rolf
Kauka Classics" veröffentlichte, einen Neustart von “Fix & Foxi“
(siehe Abbildung). Doch die Traditionsserie wurde nach bereits zwei
Ausgaben wieder eingestellt, obwohl mit Figuren bei McDonalds und
ähnlichen Werbeaktionen durchaus gepowert wurde. Naja, so ist es
halt, wenn die blöden Kunden nicht sofort 70.000 Exemplare kaufen.
Es ist zu hoffen, dass der aktuelle Neustart, der erstmal monatlich
ein Heft vorsieht, erfolgreicher verläuft.
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