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Krieg als
ABM-Maßnahme
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| Titel: |
Fury |
| Text: |
Garth
Ennis |
| Zeichnungen/Inking/Farben: |
Darick
Robertson /Jimmy Palmiotti / Avalon Studios |
| Umfang: |
48 Seiten |
| Format: |
Heft
/ vf. |
| Preis: |
EUR
7,- |
| Verlag: |
Marvel
Deutschland |
| Website: |
www.paninicomics.de
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Nick Fury ist ein
recht langlebige Marvel-Charakter, der bereits 1963 als II. Weltkriegsheld in
"Sgt. Fury and his Howling Comandos" seinen ersten Auftritt hatte.
Schon zwei Jahre später wurde er von Stan Lee und Jack Kirby zum Colonel
befördert und als Konkurrent zu James Bond aufgebaut. Er leitete nun eine
Geheimdienstorganisation namens S.H.I.E.L.D. (= Supreme Headquarters
International Law-Enforcement Devision). Nick Fury hatte seine größten Erfolge
Ende der sechziger Jahre als Jim Steranko der Serie ein atemberaubendes Outfit
verpasste. In den siebziger und achtziger Jahren tat er sich etwas schwer und
wurde schließlich 1995 von einem gehirngewaschenen "Punisher"
getötet.
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Dies entbehrt nicht einer gewissen Ironie,
denn durch den Star-Texter Garth Ennis erlebte die Figur des "Punishers"
innerhalb der Reihe "Marvel Knights" kürzlich ein
furioses Comeback. Gleiches wird jetzt mit Nick Fury versucht. Die
Miniserie "Fury" ist aber gleichzeitig auch noch der Versuch
ein Label namens "Max" mit Comics für erwachsenere Leser
zu installieren, wie es der Konkurrenz DC erfolgreich mit "Vertigo"
gelang. Innerhalb dieser Reihe feierte Ennis mittlerweile abgeschlossene
Serie "Preacher" große
Erfolge. "Fury"-Zeichner Darick Robertson ("Transmetropolitan")
wurde bei "Vertigo" ausgeborgt und auch durch Jimmy Palmiotti,
der als Inker schon Erstaunliches aus Steve Dillons "Punisher"-
Zeichnungen herausholte, kann die Serie auch optisch überzeugen.
Garth Ennis ist der umgeschlagene Meister des "Harte Männer knallen
durch"-Genres. Seine Spezialität sind kranke und krasse Nebencharaktere.
Ihm gelingt es auf bewährte Weise der Figur des Nick Furys neues Leben
einzuhauchen. Er schildert ihn als harten Knochen, der von seinem
Geheimdienst in den Ruhestand geschickt wird. Hier kann Fury wenig
mit sich anfangen und er trifft sich sogar mit Rudi Gagarin, seinem
ehemaligen Gegner aus Kalten Kriegs-Tagen, der ihm vorschlägt doch
zur Bekämpfung der Langeweile einen "kleinen Krieg" anzuzetteln.
Fury lehnt ab, ist aber nicht allzu unglücklich als Gagarin seinen
Vorschlag in die Tat umsetzt ...
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