Hierzulande
ist dieser klassische japanische Comic aus dem Jahre 1950 nur durch
die sehr viel später entstandene Zeichentrickserie
bekannt, die Ende der siebziger Jahre auch bei uns ausgestrahlt wurde.
Später wurde dann Disney vorgeworfen bei diesem Manga für seinen "König
der Löwen" ganz schön abgekupfert zu haben. Parallelen zu
diesem irrsinnig erfolgreichen Zeichentrickfilm sind durchaus vorhanden,
zumal der Disneys Held auch noch Simba heißt und ebenfalls das Königreich
seines Vaters zurückerobern will.
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Doch
ansonsten verläuft die Geschichte, die der Urvater des japanischen
Mangas Osamu Tezuka ("Astro Boy"
, "Adolf") erzählt, doch völlig
anders. Während "Der König der Löwen" ganz ohne Menschen
auskommt, wimmelt es bei "Kimba" (der im japanischebn
Original Leo heißt und in den USA aber "Kimba" getauft
wurde) geradezu von ihnen. So erlegte Ham Egg, ein Großwildjäger,
Kimbas Vater Panja, der hauptsächlich Tiere tötet, die sich freiwillig
zu Haustieren machen lassen, durch eine gemeine List.
Panjas Witwe wird daraufhin
gefangen genommen und auf einem Schiff nach London gebracht. An
Bord bringt sie den kleinen Kimba zur Welt, der entflieht um in
Afrika die Thronfolge seines Vaters anzutreten. Zuvor gibt es jedoch
noch einigen eher langweiligen Klamauk mit Kindern und Mäusen. Insgesamt
enthält die Geschichte, die Carlsen in drei von hinten nach vorne
zu lesenden Taschenbüchern verlegt, leider immer wieder langweilige
Episoden, in denen die Handlung nicht gerade vorangetrieben wird.
Zur Entschädigung gibt es aber auch eine ganze Menge beeindruckend
inszenierte Momente, die überzeugen und Kimbas Klassikerstatus vollauf
rechtfertigen.
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