Der 1944
geborene Erich Rauschenberg ist nicht mehr wegzudenken aus der deutschen
Cartoon-Szene. Sein lockerer Zeichenstil ist erfreulich eigenständig
und gewinnt auch noch ungeheuer durch die ebenso lockere Colorierung.
Rauschenberg setzt sich in Büchern wie "Vollkommen fix und
vierzig" oder "Lauter erogene Zonen" am liebsten mit
den Problemen des Älterwerdens und dem nicht zu gewinnenden Kampf
der Geschlechter auseinander.
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Dabei
ist Rauschenberg weder allzu boshaft noch übertrieben versöhnlich.
Er lässt, wie auch im wirklichen Leben, mal das männliche Cartoon-Männchen
und mal das weibliche Cartoon-Weibchen durch eine besonders treffende
Bemerkung eine kleine Schlacht gewinnen. Wobei deutlich zu spüren
ist, dass der Krieg immer weiter geht. Dies hat zumindest den kleinen
Vorteil, dass Rauschenbach die Pointen mit Sicherheit niemals ausgehen
werden.
Seine
Gags sind dabei niemals nur spaßig, sondern spiegeln auch immer
treffend und pointiert Alltagsbeobachtungen wieder. So geht es in
"Wenn Männer zuviel Händchen halten..." um trotzige Stehpinkler,
Eheringe die "ja nicht für die Ewigkeit sein müssen" und
um die bange Frage, warum die Lebensabschnittspartnerin sich gerade
jetzt einen Samenspender bestellt hat.
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