Lange,
lange Zeit bevor die US-Superhelden den Kioskmarkt eroberten, gab
es einen gewissen Hansrudi Wäscher, der fast die ganze bundesdeutsche
Comicproduktion im Alleingang zeichnete und textete. Bis 1960 produzierte
er 324 Hefte der Ritterserie "Sigurd" und für den Lehning
Verlag (nicht mitgerechnet z. B. seine Beiträge zu den "Gespenstergeschichten")
unfaßbare 1673 Hefte!
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Für
den heutigen Comicleser sehen Wäschers Zeichnungen zwar etwas ungelenk
aus und die von ihm gezeichneten Frauen wirken sehr oft wie Männer
mit Perücken. Doch spannend erzählen konnte Wäscher zweifelsohne.
Daher haben seine Helden wie der Astronauten Nick oder "Falk
der Ritter ohne Furcht und Tadel" auch heute noch sehr viele
jung gebliebene Fans. Diese werden meist vom Hethke Verlag mit Nachdrucken
der alten Hefte sowie mit neuen Wäscher-Comics versorgt.
Unabhängig vom Hethke Verlag bringt der "Hansrudi-Wäscher-Fanclub
Bayern" ein sehr gut aufgemachtes und auch für Wäscher-Neulinge
lesenswertes Magazin heraus. Die aktuelle Ausgabe enthält nicht
nur einen sehr lebendigen Bericht über ein Treffen der Fans mit
Wäscher himself, sondern sie schmückt auch noch ein lustiges Titelbild,
dass vom Hausgraphiker der Highlightzone stammt. Die "Verfremdung
meines Ulf zum Funny" bekam das "OK" von Altmeister
Wäscher.
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