Biss zum bitteren Ende


 
Filmtitel: Blut für Dracula
Originaltitel: Dracula - Prince of Darkness
Land, Jahr: GBR 1965
Regie: Terence Fisher
Buch: John Sansom alias Jimmy Sangster nach dem Roman von Bram Stoker
Produzent: Anthony Nelson Keys
Musik: James Bernard
Darsteller: Peter Cushing, Barbara Shelley, Andrew Keir, Charles Tingwell, Francis Matthews, Suzan Farmer, Philip Latham, Thorley Walters
Website: www.e-m-s.de      


Der Film:
In diesem Film hat Christopher Lee seinen zweiten Auftritt als Graf Dracula. Zuvor drehten die Hammer Studios mit "The Brides of Dracula" ihren zweiten Dracula-Film, war Lee nicht dabei. Daher sind seit seinem ersten Auftritt als Blutsauger in Dracula immerhin bereits sieben Jahre vergangen. Leider fehlt diesmal Peter Cushing als Van Helsing. Als Ersatz wurde versucht einen von Andrew Keir gespielten Pater Sandor einzuführen. Diese Figur brachte es immerhin zu einigen Soloauftritten in Hammer-Comicheften und war Mitte der siebziger Jahre sogar kurz für ein eigenes Filmprojekt im Gespräch. Andrew Keir spielte später übrigens die Titelrolle in "Quartermass and the Pitt", Hammers dritten Film um Professor Quartermass. "Dracula - Prince of Darkness" funktioniert auch ohne Peter Cushing ganz prächtig und bringt durchaus einige zuvor unberücksichtigte Momente aus Bram Stokers Roman herüber.
 
    
 

Der Film beginnt damit, dass Pater Sandor abergläubische Dorfbewohner davon abhält ein gerade verstorbenes Mädchen zu pfählen. Anschließen warnt er in einem Dorfgasthof zwei englische Brüder und deren Frauen davor sich in die Nähe eines gewissen Schlosses zu begeben. Doch prompt geraten die blöden Städter natürlich exakt dorthin. Während das Blut des einen Bruders (Charles Tingwell) zur Wieder-"Belebung" von Dracula dient, wird seine Frau (Barbara Shelley) zum ersten Opfer und verfolgt gemeinsam mit dem Grafen die beiden Überlebenden (Francis Matthews und Suzan Farmer). Auf dem vereisten Schlossgraben kommt es dann zu einem recht eindrucksvollen Finale.

Terence Fisher zeigt zu Beginn des Filmes noch einmal das hübsche Schlussduell aus Dracula mit dem Zweikampf zwischen Lee und Cushing. Fisher schafft es, trotz der nur selten überraschenden Handlung (das Drehbuch war bereits als direkte Fortsetzung zu Hammers ersten Dracula-Film geplant), einen mitreißend-spannenden Film zu gestalten. Ein großes Plus sind, wie eigentlich immer bei Hammer, die stilvollen Kulissen, die zuverlässigen Nebendarsteller (besonders hübsch die Vampir-Helfer Philip Latham und Thorley Walters) und der stimmungsvolle Soundtrack von James Bernard.



Die DVD:
Anbieter: e-m-s / Anolis
Länge: 74 min
Format: 1 : 2,22, anamorph
Sprachen und Ton: Englisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch
Ländercode: 2

  • Extras:
  • "Dracula and the Undead“: Eine sehr interessante Dokumentation von 1990 über die Vampirfilme der Hammerstudios (25:00 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln 

  • Audiokommentar mit Christopher Lee, Barbara Shelley, Francis Matthews und Suzan Farmer, wahlweise mit deutschen Untertiteln 

  • Behind the Scenes-Homemovie: Während der Dreharbeiten filmte Francis Matthews Bruder mit einer Schmalfilmkamera. Die Aufnahmen können wahlweise mit Anmoderation und Kommentar von Francis Matthews (1993, 6:06 min) oder mit Audiokommentar mit Christopher Lee, Barbara Shelley, Francis Matthews und Suzan Farmer (1997, 4:36 min) betrachtet werden

  •  Zwei Bildergalerien mit Musik, einmal farbig (5:05 min) einmal schwarzweiß (7:27 min)  

  • Englischer Kinotrainer (2:17 min, 1 : 2,35, nicht anamorph, Stereo 2.0)

  • Deutscher Kinotrainer (2:16 min, 1 : 2,35, anamorph, Stereo 2.0)

  • Der Film lief später im Doppelprogramm mit dem Hammer-Film “The Plague of the Zombies“, hierzu enthält die DVD noch einen englischen Kinotrainer (2:59 min, 16 : 9, anamorph, Stereo 2.0)

  • Der abgefilmte Comic zum Film von 1978 (11:31 min)

  • Abgefilmtes deutsches Filmprogramme “Illustrierte Filmbühne“ (1:34 min)

  • Abgefilmter deutscher Werberatschlag (3:36 min)

  • Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit einem kuriosen Plakat und einem sehr informativen Text von Uwe Huber.


Mankos:

-

Fazit:
Nach "Frankenstein schuf ein Weib", "Das schwarze Reptil", "The Vengeance of She" und "Yeti, der Schneemensch" eine weitere gut aufgemachte und noch praller ausgestattete DVD der "Hammer Edition".

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