Der Film:
1922 war der zweiteilige Stummfilm "Dr. Mabuse, der Spieler"
(1. Teil: "Der große Spieler - ein Bild der Zeit", 2. Teil:
"Inferno - Ein Spiel um Menschen unserer Zeit") den Fritz
Lang nach seinem eher poetischen Film "Der müde Tod" drehte,
ein ganz großer Erfolg beim Publikum. Das Werk über einen mit allen
Wassern gewaschenen Superschurken ist nicht nur voller Action, sondern
warnt dabei auch vor einem Wahnsinnigen, der die Macht im Staate übernimmt.
Elf Jahre später, kurz bevor es dann in Deutschland wirklich so weit
war, kehrte Lang zu diesem Thema zurück und drehte "Das Testament
des Dr. Mabuse". Der Film wurde sofort von den Nazis verboten
und Lang immigrierte
in die USA.
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1960
drehte Lang in Deutschland einen dritten "Dr. Mabuse".
"Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" hatte nun nichts mehr
von der visionären Kraft seiner Vorgänger. Doch trotzdem ragt der
Film etwas aus dem damaligen bundesdeutschen Kino-Einerlei heraus.
Handlungsort ist das Hotel Luxor, welches von den Nazis (die ansonsten
im BRD-Kino so gut wie gar nicht vorkamen) so ausgebaut wurde, dass
die Gäste problemlos bespitzelt werden konnten. Dr. Mabuse (Wolfgang
Preiss) macht sich diese Einrichtung jetzt zunutze. Der wie immer
zuverlässige und sehenswerte Gerd Fröbe versucht ihm als Kommissar
Kras auf die Schliche zu kommen.
"Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" war immerhin so erfolgreich,
dass danach (ohne Langs Beteiligung) quasi als Konkurrenz zu den
Edgar Wallace-Filmen
fünf weitere Mabuse-Filme entstanden, die als "harte Welle"
beworben wurden. Auch hier wurde Wolfgang Preiss als Mabuse weiterhin
meist von Gerd Fröbe, der fortan Kommissar Lohmann hieß, gejagt.
Hier die Filme: "Im Stahlnetz des Dr. Mabuse" (1961 von
Harald Reinl mit Lex Barker), "Die unsichtbaren Krallen des
Dr. Mabuse" (dito) , "Das Testament des Dr. Mabuse",
"Scotland Yard jagt Dr. Mabuse" (1963 von Paul May) und
"Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse". Diese sechs Filme wurden auch komplett in einer Box
veröfentlicht (siehe unten).
Kürzlich wurde wurde "Die 1000 Augen
des Dr. Mabuse" zu einem Hörspiel
mit den Originalstimmen der Darsteller (und Wolf Frass als Sprecher von
Zwischentexten) verarbeitet. Auch in dieser Form kann die Geschichte
fesseln und faszinieren
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