Der Film:
Der erste Karl May-Western "Der
Schatz im Silbersee" entwickelte sich zu einem gewaltigen
Kassenknüller und begründete eine erfolgreiche Filmserie (hier
geht's zur DVD-Besprechung der Winnetou-Trilogie). Dies wurmte
den Produzenten Arthur Brauner ein wenig, denn eigentlich war Horst
Wendland, der Produzent dieser Filme, ja ein ehemaliger Lehrling und
Mitarbeiter von ihm. Daher beschloß Brauner, genau wie er es zuvor
schon bei Wendlands Edgar Wallace-Filmen mit "Der
Fluch der gelben Schlange" getan hatte, sich an diesen Erfolg
dieser Reihe zu hängen.
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Brauner
sicherte sich den Titel "Old Shatterhand" und die Mitarbeit
Lex Barkers für die Titelrolle und steckte schon wenige Tage nach
dem Start von "Der Schatz im Silbersee" mitten in den
Vorbereitungen für einen eigenen Karl May-Western. Nachdem Wendland
den Film nicht mehr bremsen konnte ließ er zur Schadensbegrenzung
zu, dass weitere Darsteller und die Kostüme seiner Erfolgsserie
übernommen werden durften. Brauner konzentrierte sich daraufhin
zunächst auf Karl May-Abenteuer wie "Der Schut", die nicht
im Wilden Westen spielen und beendete 1968 die Reihe mit "Winnetou
und Shatterhand im Tal der Toten" .
"Old Shatterhand" kam als dritter Karl May-Western in
die Kinos und war ein voller Erfolg. Mit Produktionskosten von 5
Millionen Mark handelte es sich um den mit Abstand aufwendigsten
Film der Reihe. Zwar vermissten viele May-Fans Motive aus den Romanen
ihres Lieblingsautors, doch gerade die Tatsache, dass der Film einen
"realistischeren" Look als die anderen "Winnetou"-Filme
hat und es deutlich härter zur Sache geht, sprechen für den Film.
Auch der gelungene Soundtrack von Riz Ortolani hebt sich deutlich
von Martin Böttchers Musik ab und liefert den passenden Hintergrund
für eine Tanzszene bei der Rast eines Wagen-Trecks, die mehr als
deutlich an die Western von John Ford hängen.
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Die
Polyband-DVD ist mittlerweile vergriffen. "Old Shatterhand"
wurde von der UFA gemeinsam mit "Winnetou und Old Shatterhand
im Tal der Toten" in einer "Shatterhand-Box" neu
veröffentlicht. Der Film erscheint auch hier nur in Dolby 2.0
und nennenswerte Extras gibt es keine. Dafür ist die Bildqualität
etwas besser.
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