Der
Film:
Nachdem er bereits in “Große
Freiheit Nr. 7“ die nationalsozialistische und kriegsbedingte
Realität völlig ignorierte, gelang Helmut Käutner dies
auch mit “Unter den Brücken“. Angesiedelt auf den (vor Bombenangriffen
halbwegs sicheren) Binnengewässern rund um Berlin, erzählte
er die simple aber nie banale Geschichte von zwei Binnenschippern.
Hendrik und Willy sind gleichberechtigte Besitzer des Schleppkahns
"Liese-Lotte". Nachdem sie sich in die selbe Frau verliebt
haben, fürchten sie um das Fortbestehen ihrer Freund- und Partnerschaft.
Wer
mag, kann das Entsetzten des von Carl Raddatz gespielten Schiffersmann,
als dieser gefragt wird, ob er bei der Marine sei, als Kritik am
Zeitgeschehen deuten. Doch insgesamt ist “Unter den Brücken“
ganz großes Kleine-Leute-Kino, wie es in Deutschland so selbstverständlich
und unverkitscht erzählt leider viel zu selten zu sehen ist.
Diese
DVD präsentiert den Film in sehr gut restaurierter Bildqualität.
Der Ton hingegen ist manchmal schwer verständlich und lädt
gelegentlich gar dazu ein zu den (leider nur) englischen Untertiteln
zu greifen. Das Bonusmaterial geht relativ wenig auf den Film ein,
sondern besteht hauptsächlich aus einer durchaus interessanten
einstündige Doku über das Frühwerk von Hildegard
Knef. Diese hat am Anfang des Filmes einen Kurzauftritt, der zugleich
ihr Spielfilmdebüt darstellte.
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