Der Film:
Noch während sich "Frankensteins
Fluch", der ganz große Durchbruch des Hammer-Horrors,
in der Nachproduktion befand, stand "Frankenstein" Peter
Cushing für einen weiteren höchst ungewöhnlichen Horrorfilm vor der
Kamera. Er wiederholte die Rolle des Botanikers John Rollason, die
er bereits 1955 im live ausgestrahlten TV-Film "The Creature"
gespielt hatte. Genau wie bei den erfolgreichen "Quartermass"-Filmen,
für die ebenfalls Nigel Kneale die Drehbücher schrieb, verwandelte
auch hier der Regisseur Val Guest eine zuvor bereits im Fernsehen
gezeigte Geschichte in einen erfolgreichen Kinofilm.
Garniert
mit Außenaufnahmen aus den französischen Pyrenäen entstand so ein
sich hochmoralisch gebender Horrorfilm. Während es bei John Rollason
die Neugier des Forschers ist, die ihn ins verschneite Himalaja
treibt, wollen seine Expeditionskollegen einen Yeti einfangen und
zur Jahrmarksattraktion machen.
Obwohl
der Breitwandfilm weitestgehend in der freien Natur spielt (die
gelungen im Studio nachgestaltet wurde), verbreitet das Werk eher
den intimen Horror eines Kammerspiels. Ein ungewöhnlicher Film im
Gesamtwerk der Hammer-Studios, der es noch nicht ganz in den Klassiker-Olymp
geschafft hat.
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