Als Vorlage
wurde diesmal das Album “Asterix und die Normannen“ gewählt.
Dieser neunte Band der Reihe erschien erstmals 1966 und zeigt Goscinny
und Uderzo auf der Höhe ihrer Kunst. Als Filmtitel lautet jedoch
“Asterix und die Wikinger“, weil der Begriff “Wikinger“ den Produzenten
als international etwas bekannter erschien. Passenderweise entstand
der Film großteils in Dänemark. Dort gibt es eine leistungsfähige
Trickfilmindustrie wie spätestens die auch international erfolgreichen
Filme “Hilfe, ich bin ein Fisch“ und “Terkel
in Trouble“ belegen, die beide ebenfalls von Stefan Fjeldmark
inszeniert wurden.
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Der
Film beginnt bei den wilden und furchtlosen Wikingern. Diese und
ihr Anführer Maulaf wissen nicht, was es bedeutet, Angst zu
verspüren. Angeblich soll dieser Zustand ja Flügel verleihen.
Daher starten sie eine Expedition um den “Angst-Champion" zu
finden. In Gallien treffen sie treffen auf Grautvornix. Asterix
(zu dem die deutsche Stimme von Christian Tramitz nicht so recht
passen will) und Obelix sollen aus diesem verweichlichten Majestix-Neffen
einen gallischen Krieger machen. Doch die Wikinger sehen in dem
ängstlichen Jüngling ihren Champion.
“Asterix und die Wikinger“ kann sich sehen lassen und ist technisch
der bisher gelungenste Asterix-Trickfilm. Die Hauptfiguren glichen
auf der Leinwand noch nie so stark ihren Comicvorlagen. Inhaltlich
wurde die Geschichte etwas gestreckt und ergänzt. So entführen die
Nordmänner Grautvornix jetzt in ihr eisiges Heimatdorf, damit er
ihnen dort das Fürchten und Fliegen beibringt. Dies ist optisch
natürlich reizvoller als wenn - wie im Comic - nahezu die komplette
Geschichte in Gallien spielt. Auch das Personal des Comics wurde
aufgestockt. Über SMS, die Brieftaube von Grautvornix wollen wir
mal besser schweigen. Deutlich besser kommt da schon der intrigante
Wikinger-Seher Kryptograf (auch durch die deutsche Stimme von Dieter
Hallervorden) und recht allerliebst ist der Neuzugang Abba. Dass
Grautvornix sein Herz an diese aufmüpfige rotzöpfige Häuptlingstochter
verliert erscheint völlig nachvollziehbar und ist eine hübsche Ergänzung
des Albums, das insgesamt angemessen und ansprechend verfilmt wurde.
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