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Die arme Kuh Maggie hat es schon einmal erlebt: Plötzlich
über Nacht sind alle ihre Artgenossen von der Farm verschwunden
und ihr Viehzüchter kann nur noch Konkurs anmelden. Maggie wird
von der Rancherin Pearl gekauft und auf deren Farm scheint alles
in bester Ordnung zu sein. Doch plötzlich taucht der Sheriff auf
und fordert Pearl auf ihre Schulden von 750 Dollar zu begleichen,
sonst droht auch ihrer Farm die Zwangsversteigerung. Maggie stiftet
ihre Mitkühe, die etwas einfältige Grace und die würdevolle Mrs.
Caloway an, gemeinsam den berüchtigten Viehdieb Alameda Slim zu
fangen, denn auf dessen Kopf ist eine Belohnung von 750 Dollar
ausgesetzt.
Wenn dann herauskommt, was der ruchlose Alameda Slim
beim Viehdiebstahl für gemeine Tricks verwendet, so ist dies nicht
nur der stärkste Moment des Filmes, sondern möglicherweise sogar
die beste Szene in einem nach Walt Disneys Tod entstandenen Disney-Zeichentrickfilm.
Alameda Slim ist ein begnadeter Jodel-Sänger und mit seinem Lied
“Yodel-Adle-Eedle-Idle-Oh“ hypnotisiert er ganze Viehherden. Die
Regisseure Finn und Sanford wollten aus dieser Sequenz “die farbenprächtigste
Szene in einem Disney-Film überhaupt“ machen und bei der “Rosa
Elefanten-Parade“ aus “Dumbo“
mithalten. Das ist ihnen zweifelsohne gelungen.
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Auch ansonsten ist der Film sehr viel entspannter
als die letzten “großen“ Disney-Zeichentrickfilme wie “Der Schatzplanet“ oder “Bärenbrüder“, die entweder optisch überwältigen oder hemmungslos
Sentimentalitäten herausschinden wollten. Somit steht der Film
in der Tradition von den etwas leichtfüßigeren Filmen der letzten
Jahre wie “Ein Königreich
für ein Lama“ oder “Lilo und
Stitch“. Doch dank der kräftigen Farben, des cartoonhaften
Stylings von Figuren und Hintergründen und des oft etwas anarchistischen
Humors fließen auch die Traditionen der unberechenbaren Trickfilme
von Chuck Jones und Tex Avery mit ein. Es bleibt zu hoffen, dass
Disney künftig nicht komplett auf Computeranimation (die bei “Die
Kühe sind los“ in einigen wenigen Momenten etwas unmotiviert verwendet
wurde) und uns künftig auch weiterhin mit sympathisch-unangestrengte
Zeichentrickfilme wie diesen hier überrascht.
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