Die zwischen 1965 und 1968 entstandene TV-Serie
"I Spy", die bei uns unter dem Titel "Mit Tennisschlägern und
Kanonen" lief, war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Erstmals
entstanden für eine TV-Produktion aufwendige Außenaufnahmen in aller Welt
und Bill Cosby war der erste farbige Darsteller, der die Hauptrolle in einer
TV-Serie spielte. Zwar war der von ihm verkörperte Charakter Alexander Scott
nur der Trainer des von Robert Culp verkörperten Tennisprofis Kelly Robinson,
doch in ihren Nebenberuf als Spione agierten sie gleichberechtigt.
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Wenn jetzt Eddie Murphy in einer Kinoversion
von "I-Spy" zu sehen ist, wird niemand erwarten, dass
er Owen Wilson in die Tennissöckchen hilft. Vielmehr ist es diesmal
Murphy der den Profi-Sportler Kelly Robinson verkörpert, der um
den Titel des Box-Weltmeisters in Budapest (endlich mal eine US-Produktion,
die nicht in Prag entstand!) antritt. Dabei soll er dem von Owen
Wilson verkörperten Nachwuchsagenten Alex Scott Zutritt zur Party
eines Waffenschmugglers (in dieser Rolle nicht wirklich eine Überraschung:
Malcolm McDowell) verschaffen.
Wie schon neben Jackie Chan in "Shang-High Noon" ist Owen
Wilson auch hier die optimale Ergänzung eines hyperaktiven Superstars.
Ohne ihn wären (und waren) Eddie Murphys großmäuligen Auftritte
kaum zu ertragen, doch da dieser Kerl ihm (zumindest am Anfang des
Filmes) gehörig auf den Keks geht, funktioniert das gute alte Buddy-Prinzip
einmal mehr. "I-Spy" ist insgesamt ein eher entspannter
Film, der sich, ganz im Gegenteil etwa zum grottigen "xXx
- Tripple x", nicht sonderlich ernst nimmt. Da ist es dann
auch nicht weiter schlimm, wenn weder Stunts, Gadgets oder Handlung
sonderlich originell daherkommen, denn die beiden Hauptdarsteller
retten nicht nur die Welt sondern auch den Film.
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