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Aus
Spass wurde Ernst
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| Filmtitel: |
Judge Dredd |
| Originaltitel: |
Judge Dredd |
| Land, Jahr: |
USA
1995 |
| Regie: |
Danny Cannon |
| Buch: |
Carlos Ezquerra, John Wagner |
| Produzent: |
Charles
Lippincott, Beau Marks |
| Musik: |
Alan Silvestri | James Horner
| Darsteller: |
Sylvester Stallone, Armand Assante, Diane Lane, Ian Dury, Jürgen Prochnow,
Joan Chen, Joanna Miles, Max von Sydow, Rob Schneider, Balthazar Getty |
| Länge: |
93
min |
Eine ganze Weile bestand Unklarheit
ob Schwarzenegger oder Stallone die Rolle des Judge Dredd bekommen
würde. Mit Schwarzenegger wäre sicherlich etwas mehr von
der schwarzhumorigen Selbstironie der seit 1977 erscheinenden englischen
Comic-Vorlage in den Film hineingerettet
worden. Doch nachdem Stallone als Komödiant ganz bitter (und
ganz im Gegensatz zu Schwarzenegger) auf die Schnauze gefallen war,
versteift er sich auf die Verkörperung von (bestenfalls tragisch
gebrochenen) Heldenfiguren. Trotzdem funktionierte Stallones vorheriges
Werk, der phantasievoll ausgestattete Zukunfts-Thriller “Demolition
Man“ auch als Satire auf übertriebene "Political Correctness".
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“Judge Dredd“ hingegen nimmt
seine Geschichte erschreckend ernst. Der Film präsentiert eine
Horde militanter Gesetzeshüter, die gleich vor Ort vollstrecken
dürfen, ziemlich bierernst als brauchbare Lösung zur Verbrechensbekämpfung.
Damit es nicht allzu peinlich wird, gibt es eine leicht kritische
Kollegin (Diane Lane) und einen Kleinkriminellen als sprücheklopfenden
Sidekick (Rob Schneider). Außerdem darf Stallone als Dredd etwas
menschlicher werden (und im Gegensatz zum Comic auch sehr häufig
ohne den nur noch das Kinn freilassenden Helm herumlaufen), nachdem
er fälschlicherweise für einen Mord verurteilt wird.
Abgesehen von Armande Assante, der Dredds Zwillings-Klone wirklich
sehr düster und bedrohlich verkörpert, hat der Film eigentlich
nur seine manchmal wirklich überwältigende Ausstattung zu
bieten. Vor allem bei den viel zu raren Außenaufnahmen und den
Schwenks durch den gut bevölkerten Luftraum von Mega City reicht
der Film an die urbanen Phantasien von “Metropolis“, “Blade
Runner“ und “Brasil“ heran. Schade dass die phantastischen Kulissen
fast ausschließlich von Pappkameraden bewohnt werden und der
Film nicht mehr als soliden Mainstream bietet.
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