Da sind sie also wieder die Männer und
Frauen in Lack und Leder. Sie tragen coole Brillen und erleben atemberaubende
Action-Szenen in der virtuellen Welt der Matrix. Zwischendrin laufen
sie aber auch in farblosen und kratzigen Pullovern durch die trübe
aber reale Welt von Zion. "Matrix"
war 1999 eine absolute Überraschung und setzte seine turbulenten
Actionszenen durch spektakuläre Zeitlupentechnik in beeindruckende
Bilder um. Diese aufwendige Technik, für die eine Unzahl von synchron
geschalteten Fotoapparaten zum Einsatz kam, wurde in zahlreichen anderen
Filmen kopiert, ohne dort jedoch eine wirklich sinnvolle und originelle
Geschichte zu transportieren.
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Vier
Jahre später geht es jetzt in "Matrix Reloaded" weiter.
Wir erfahren mehr über die Motive und Organisation der Rebellen
und besuchen ihre unterirdische Fluchtwelt Zion, die von einer gewaltigen
Maschinen -Armee bedroht wird. Morpheus (Laurence Fisburne) trifft
dort auf seine Ex-Geliebte Niobe (Jada Pinkett Smith), während Neon
(Keanu Reeves) in Mönchskluft herumläuft und zum angebeteten Messias
geworden ist. Da er andauernd gegen den gleich 1000-fach auftretenden
Agent Smith (Hugo Weaving) antreten muss, kann er sich kaum noch
um seine geliebte Trinity (Carrie-Anne Moss) kümmern kann.
"Matrix Reloded" gelingt es recht gut, uns die Figuren
des ersten Films näher zu bringen und dabei präziser zu charakterisieren.
Das, vor allem vom Produzenten Joel Silver, immer wieder vollmundig
abgegebene Versprechen, die Zuschauer mit der ultimativen Action-Sequenz
zu überraschen, die andere Filme unmöglich nachahmen können, kann
aber in keinster Weise eingehalten werden. Der Film recycelt die
Bilder des ersten Films und dehnt seine Kampfsequenzen (und auch
seine auf den Verwirr-Effekt setzenden Dialoge) unnötig lange aus,
ohne sich dabei wirklich zu steigern. Recht bald wirken Neons Kämpfe
gegen eine unendliche Anzahl gleichgesichtiger Gegner nur noch langweilig.
Die Carcrash-Sequenzen hingegen, für die extra ein 3 Kilometer langer
Autobahn-Kreisel errichtet wurde, kann bei der Verfolgungsjagd aus
"Terminator 2" nicht mithalten.
Wer dann auch noch den irrsinnig langen Nachspann mit allen australischen
und US-amerikanischen Crew-Mitgliedern absitzt, kann erste Bilder
aus dem schon recht bald folgenden dritten Teil "Matrix
Revolutions" sehen. Auch die hier präsentierten Highlight-Schnipsel
wirken allzu vertraut und machen nicht wirklich neugierig auf die
zweite Fortsetzung. Insgesamt entsteht der Verdachte, dass nur Ideen
für maximal einen Film vorhanden waren, die aber unbedingt zu zwei
überlangen "Matrix"-Fortsetzungen verarbeitet werden mussten.
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