Oliver
Stone hat auch einen Film über American Football gedreht. Wer erwartet,
dass er dabei ähnlich respektlos und enthüllend zu Werke geht wie
bei "Wall Street" oder gar "JFK" wird sich jedoch
getäuscht sehen. Zwar bemüht sich Stone in der ersten Hälfte dieses
facettenreichen und (wie immer bei ihm) sehr rasant geschnittenen
Filmes darum aufzuzeigen, was alles nicht in Ordnung ist bei einer
Sportart, die fast nur noch aus geschäftlichen Gründen betrieben wird.
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So
gibt es den jungen erfolgreichen Spieler (Jamie Foxx), der mehr
am schnellen Geld durch Rap-Videos als am Teamgeist interessiert
ist. Cristina (Cameron Diaz), deren idealistischer Vater den Verein
aufgebaut hat, sieht die Mannschaft nur noch als Gelddruckmaschine.
Dann hätten wir da noch den hoffnungsvollen Sportmediziner (Matthew
Modine), der Angst davor hat ähnlich zynisch und rücksichtslos zu
werden wie sein wahllos Pillen und Spritzen verteilender älterer
Kollege (James Woods).
Zum Glück gibt aber auch noch Tony D´ Amato (Al Pacino), den Trainer,
der eigentlich viel zu alt für diesen Job ist und der oftmals den
Slang und die Motivation seiner Spieler nicht mehr versteht. Dieser
hält zum Schluss eine derart kernige Umkleideraum-Rede, dass sich
alle Beteiligten prompt an uramerikanische Werte zurückbesinnen
und alles, ja wirklich alles, doch noch gut wird. Ende gut, Film
nicht so gut.
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