Mördernummern


 
Interpret/Komponist: Hazy Osterwald, Eddie Constantine, Elga Andersen, Elisabeth Flickenschild, Grethe Ingmann, Ernie Quelle, Trude Herr, Bob Wiedemann, Tanja Berg, Belina, Wolfgang Sauer, Dietmar Schönherr, Die Sunnies Und Das Cornel-Trio, Ricky Shayne, Bill Ramsey, Eddie Arent, Claus Wilcke, Ben Thomas, Sigi Hoppe, Dany Mann, Eric Ode, Vico Torriani
Titel: Kriminaltango - Schurken, Schwüles & Spelunken
Tracks: 27
Spieldauer: 74:44 min
Label: Bear Family
Website: www.bear-family.de        


Der “Kriminaltango“ vom Hazy Osterwald Sextett ist ein unverwüstlicher Evergreen und wohl das bekannteste Beispiel für den humorigen musikalischen Ungang mit kriminellen Themen im Bereich der deutschsprachigen Populärmusik. Dieser 1959 erschienene Titel war zugleich auch der Vorläufer und Auslöser einer ganzen Batterie von ähnlich gelagerten Musikstücken, die teilweise (wie etwa Bill Ramseys “Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“) zu Hits wurden, manchmal aber (wie etwa Dany Manns Schlagerantwort “Ich lese abends keinen Krimi“) auch völlig in Vergessenheit gerieten.
 
    
 

Doch die Bärenfamilie sorgt auch hier für Abhilfe. Sie veröffentlicht einmal mehr einen prall gefüllten und gut gemischen Themen-Sampler mit bekannten Songs, verblüffenden Raritäten und einem reich bebilderten Booklet rund um Schurken und Spelunken. Ein wichtiger Eckpfeiler ist dabei die Musik aus Edgar-Wallace-Filmen, unvergessen (und natürlich enthalten) ist Elisabeth Flickenschilds hingehauchtes “Besonders in der Nacht“ aus “Das Gasthaus an der Themse“ von dem diese CD auch noch eine gleichwertige Alternativversion von Tanja Berg bietet. Eine der schönsten Ausgrabungen ist die B-Seite von Trude Herrs Hitsingle “Ich will keine Schokolade“ auf der sie schildert wie es “In der Spelunke zur Alten Unke“ zugeht. (Für einen hoffentlich geplanten Fortsetzungs-Sampler zu dieser CD empfiehlt sich Trude Herrs thematisch passendes und sowieso schier unglaubliches Stück “Tango D´Amore“ aus dem Film “Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“.).

Einige Stücke aus den Siebziger Jahre wie Wolfgang Sauers Kojak-Klamauk “Einsatz in Manhattan (alles aus den Betten)“ und Ricky Shaynes bemüht alternatives Stück “Er war ein Teufel“ sind eher Fremdkörper. Doch die meisten Stücke wie z. B. Eddi Arents “Detektivbüro 00“, Dietmar Schönherrs “Nacht in Soho“ und Eddie Constantines “Heute dreh´n wir ein Ding, Marcel“ sind echte Mördernummern.

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