Der erste
Eindruck den Attwengers Debütalbum “most“
von 1991 beim Zuhörer hinterlässt, ist unbeschreiblich. Irgendwie
ist das doch Volksmusik, was da ebenso selbstverständlich wie eigen
erklingt. Irgendwie sind das doch Volksmusikinstrumente und Dialektgesang,
was die Zweimann-Kombo da einsetzt. Das befremdliche Resultat kann
somit eigentlich doch gar nicht gut sein, ist aber mitreißend und
geht total ab.
Doch
leider lässt sich dieser erste durchaus gewaltige Eindruck nicht
beliebig oft wiederholen und stellt sich bei den nachfolgenden Alben
von Attwenger, die kurze prägnante Titel wie “pflug“, “luft“, “song“
und “sun“ tragen, leider eher selten
ein, auch wenn (oder vielleicht weil?) diverse Welttourneen den
musikalischen Horizont erweitert haben.
Jetzt
heißt es: “a dog is a hund. the beat goes on. die quetschn hebt
ab. Der text geht drüber.“ Das Album “dog“ bietet “die ausweitung
der methode kehrreim“ und ist insgesamt ziemlich nah am erdigen
Debüt “most“. Zum Abschluss bieten Markus Binder und Hans-Peter
Falkner mit “komm“ gar eine geleckte seniorenkompatible Volksmusiknummer,
die sie dann jedoch nach kurzer Pause mit einem extrem wilden und
wirren “Hidden Track“ wieder neutralisieren (oder entschuldigen?)
wollen.
Die Sache hatte auch noch eine Art Nachspiel. Unter dem Titel “dog2“ erschien eine weitere CD, die 17 Remixes enthält. Markus Binder trat die “verschiedenartigsten Kollegen aus der Offshore-Showbranche“ heran und bat darum Stücke aus dem “dog“-Album “in die Luft zu jagen und die Einzelteile in neuer Form zusammenzusetzen“. Das Resultat ist eine äußerst spannende und abwechslungsreiche Angelegenheit.
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