Jean-Baptiste Grenouille, soll 1760
in der südfranzösischen Stadt Grasse hingerichtet soll,
weil er 13 Jungfrauen ermordete. Der junge Mann verfügt über
einen ausgeprägten Geruchssinn und er produzierte aus Substanzen
der Frauenleichen ein perfektes Parfum, das den skrupellosen und ganz
ohne Eigengeruch geborenen Grenouille unwiderstehlich machtl..
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Lange
Zeit hat es gedauert, bis eine Verfilmung
von Patrick Süskinds 1985 erschienenden Roman “Das Parfum“
in die Kinos kam. Wie eigentlich immer strebt Bernd Eichinger hier
“Weltniveau“ an und wie eigentlich immer bezieht er
dafür Schelte von der einheimischen Presse, die in diesem Falle
sogar oft in so gewaltige Rundumschläge ausartet, dass der
(angeblich äußert nervige) Soundtrack des Films auch
gleich mit einigen Nebensätzen abgewatscht wird.
Doch dem Regisseur Tom Tykwer("Lola
Rennt", “Der
Krieger und die Kaiserin“, “Heaven“),
der meist auch am Soundtrack seines Filmes mitwerkelt, gelang es
mit “Das Parfum“ dem formal von Hollywood verwöhnten
Zuschauer optisch und auch akustisch voll zu befriedigen (allerdings
auch ihn nicht zu überfordern). Wer den fertigen Film sieht,
wundert sich warum das Buch so lange als unverfilmbar galt. Im Begleitheft
zur Soundtrack-CD ist seltsames Zeug zu lesen wie “das Orchester
folgt der Dramaturgie des Films (originelle Idee!), spürt dem
Zeitkolorit des 18. Jahrhunderts nach (Waidmannsheil!) und bleibt
doch in dem Universum olfaktorischer Reize gefangen (Hä?)“.
Richtiger wäre: “Die Komponisten des aufwändig eingespielten
Soundtracks versuchten sich nicht an experimentellen oder gar riechenden
Klängen, sondern es gelang ihnen im Fundus der Hollywood-Filmmusik
immer die zu den Bildern passenden Klangvorbilder zu finden und
zu variieren.“
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