Auch mit
dieser CD macht sich das "Bear Family"-Label wieder verdient
um einen eifrigen und zu Unrecht nie zu Ruhm gekommenen deutschen
Filmkomponisten. Von Rolf Wilhelm sagte sein Kollege Gert
Wilden einmal: "Wir sind gut, aber Wilhelm ist der Beste!"
Ob dies wirklich stimmt sei einmal dahingestellt, aber auf alle Fälle
überrascht die Vielfalt der Wilhelmschen Arbeiten: Am ehesten zum
Ohrwurm taucht sein musikalisches Grundthema für die "0815"-Trilogie,
die Musik zu Harald Reinls Neuverfilmung von Fritz Langs "Die
Nibelungen" erinnert ein wenig an den Soundtrack zu "Die
Wikinger" und die Musiken zu "Lausbubengeschichten"
und "Wenn Ludwig ins Manöver zieht" sind in ihrem Hin und
Her von bayrischen und preußischen Motiven komischer als diese Ludwig
Thoma-Verfilmung mit dem unsäglichen Hansi Kraus.
Im Gegensatz zu vielen seiner
Kollegen gelang Rolf Wilhelm jedoch sogar ein recht glorreiches Comeback,
als er die Loriot-Filme "Ödipussi" und "Pappa Ante
Portas" vertonen durfte. Auch diese CD enthält wie bei der Bären
Familie üblich neben der Musik zu 32 Filmen noch ein wunderschön aufgemachtes
Booklet mit zahlreichen Plakaten und Szenenfotos der betroffenen Filme.
In der Reihe "Deutsche Filmkomponisten" liegen genauso schön
aufgemachte CDs zu Erwin Halletz,
Hans-Martin Majewski, Peter
Sandloff und Martin Böttcher
vor.