Der 1945 in Utrecht
geborene Herman Van Veen hat mittlerweile mehr als 120 CDs in fünf Sprachen
veröffentlicht. Vor allem in den politisch sehr viel bewegteren Siebziger
Jahren fiel er angenehm auf als Liedermacher. Er sang zwar furchtbar kitschiges
Zeug von "klitschnassen Clowns" und "kleinen Fratzen", aber
trotzdem wurde es dabei niemals wirklich peinlich.
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Obwohl Van Veen sich, genau wie Peter
Maffay mit seinem Drachen "Tabaluga", durch seine Ente
"Alfred Joducus Kwak"
auch sehr stark im lukrativen Kinderbereich tummelt, lässt er es
sich nehmen immer noch ausgiebig auf Tournee zu gehen. Seine Fans
haben auch immer noch ein zärtliches Gefühl für ihn. Wenn er in
eine Großstadt kommt, reicht kein noch so großer Saal aus und es
hagelt Zusatzkonzerte ohne Ende.
Doch leider kann seine neue Platte "Was ich dir singen wollte"
nicht so recht überzeugen und plätschert (auf musikalisch unbestreitbar
hohem Niveau) eher sanft dahin. Wie bei vielen verdienten Künstlern
wird wohl auch hier das Publikum in den Konzerten die neuen Stücke
über sich ergehen lassen und sogar höflich beklatschen, doch dabei
immer darauf hoffen, dass endlich wieder die klitschnassen Clowns
aufmarschieren.
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