Manchmal lohnt es
sich doch, MTV einzuschalten. Dort erklang plötzlich "A Thousand
Miles", die erste Single von der mir bis zu diesem Zeitpunkt vollkommen
unbekannten Vanessa Carlton. Ein wunderschöner Ohrwurm, der sich vom Rest des
Hitparaden-Einheitsbrei wohltuend abhebt. In den USA gelang der ehemaligen
Ballerina Vanessa Carlton, die das Klavierspielen von ihrer Mutter beigebracht
bekam, ein Top-Ten-Hit. Bei uns stieg die Single auf Platz 17 der Charts ein,
wo sie sich gegen "Stars" wie BroSis & Co. durchsetzen konnte.
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Das Debüt-Album "Be Not Nobody" sollte sich kein Fan
"echter" Musik entgehen lassen. Vanessa Carlton schreibt alle ihre
Songs selbst und verbindet klassische Elemente mit moderner Popmusik. Jeder
Track des Albums ist ein kleines Juwel. Selbst die Coverversion des Rolling
Stones-Klassikers "Paint It Black" kann voll überzeugen.
Empfehlenswert ist auch die Single-CD zu "A Thousand Miles", auf der
sich neben dem Videoclip eine Live-Aufnahme aus der Zeit befindet, in der
Vanessa in kleinen New Yorker Clubs Bühnenerfahrung sammelte.
Vanessa Carlton hat durchaus das Zeug zum
internationalen Star und braucht den Vergleich mit etablierten Künstlerinnen
wie Tori Amos oder Fiona Apple nicht zu scheuen. Ihr Klavierspiel und ihre
starke Stimme überzeugen auch die härtesten Kritiker. Zurzeit befindet sich
auf US-Tournee. Bleibt zu hoffen, dass sie irgendwann einmal den Sprung über
den großen Teich wagt und auch bei uns auftritt.
Frank Nette
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